lunes, 31 de mayo de 2021

Rundbrief 33 vom 31. Mai 2021

 Liebe Freunde in Deutschland,

Nun sind wir schon im zweiten Covid Jahr. Die Impfung lauft langsam an in Perú, bisher sind ca. Eine Million Menschen mit beiden Dosen geimpft worden, vor allem medizinisches Personal und die ueber 80 Jaehrigen. Diese schauen allerding in der Provinz Caraveli weiterhin in die Roehre, zu uns sind bisher noch keine Impfstoffe gekommen, irgendwie scheint es mit der Verteilung nicht zu klappen.

Die Praelatur Caraveli hat dank der Unterstuetzung deutscher Spender in dieser Zeit vor allem Lebensmittelhilfe geleistet. Es gibt weiterhin 5 Armenkuechen, fuer die Alten und Arbeitslos-Gewordenen. Daneben hat Caritas Caraveli auch Sauerstoffflaschen und kleine Sauerstoff produzierende Geraete erworben, die von den Pfarreien direkt an die Patienten verliehen werden. Medizinischer Sauerstoff ist weiterhin ein knappes Gut, obwohl die Kirche zusammen mit Buerger- und Unternehmerinitiativen ca. 40 grosse Sauerstoffanlagen erworben hat.

In Caraveli haben wir lange unsere Sauerstofflaschen im 3 Stunden entfernten Camaná aufgefuellt. Nachdem aber die beiden Anlagen dort an ihre Produktionsgrenze stossen und es hier Engpaesse in der Versorgung gibt, haben auch wir beschlossen, eine solche Anlage anzuschaffen. Der Buergermeister und Buergervetreter von Caravelí haben sofort die Praelatur gebeten, hier aktiv mitzuarbeiten, was wir auch sofort getan haben.

Die Anlage, die ca. 30 Sauestoffflaschen taeglich fuellen kann, kostet 100.000 US-Dollar. Sowohl die oertlichen Unternehmer, Verwandte und Freunde in Lima als auch die Pfarrei und die Praelatur werden dafuer ihren Beitrag leisten. Alle Spenden von Ihnen/Euch die von Abril bis Juni dieses Jahres eintreffen, werden ebenfalls dafuer eingesetzt.

Daneben haben wir in diesem Jahr eine Kampagne zur psychischen Gesundheit gestartet, die vor allem unsere Pfarrschulen, die Religionslehrer aber auch viele andere Familien erreicht hat. Ueber Zoom und Facebook haben wir 8 Vortraege von Psychologinnen verbreitet, die von uber 2000 Zuhoerern (das sind fast 5% unserer Praelatur) dankbar angenommen wurden. Die Pandemie hat naemlich viel Angst, Stress und Depression erzeugt, da braucht man auch emotionale Hilfe, sowohl spiritueller als auch psychologischer Art.

Wir sind gerade in der Endphase der Stichwahl im Praesidentschaftswahlkampf. Waren es im ersten Wahlgang 15 Kandidaten so sind es in der Stichwahl nur die beiden mit den meisten Stimmen: Pedro Castillo, ein linker Gewerkschafts- und Bauernfuehrer gegen Keiko Fujimori, Tochter des Diktators der 90er Jahre, Alberto Fujimori, der im Gefaengnis sitzt. Peru zeigt sich in seiner ganzen Zersplittertheit: Waehrend Lima und die Reichen weitgehend fuer Fujimori stimmen werden, hat Pedro Castillo seine Anhaenger unter den Armen und in der Provinz. Es ist schwer zu sagen, was fuer das Land besser sein wird, beide Parteien sind eher antidemokratisch und mit Korruption vertraut, wirtschaftlich gesehen ist die doch sehr marxistisch inspirierte Partei Castillos eher die groessere Gefahr. Ich kann mich wie viele hier bisher noch nicht durchringen, am naechsten Sonntag einem dieser Kandidaten meine Stimme zu geben.

Trotz allem geben wir die Hoffnung nicht auf. Peru wird auferstehen, der Heilige Geist wird uns zeigen wann und wie.

Ich hoffe im Juni geimpft zu werden. Vielleicht mache ich dann im August/September noch eine Reise nach Deutschland oder ich verschiebe sie doch auf 2021.

Meine viele freie Zeit habe ich seit August letzten Jahres fuer insgesamt 3 monatliche Fernstudien eingesetzt ueber so unterschiedliche Themen wie “Katholischer Feminismus”, “Missionstheologie” und “Kirchenrecht”. War sehr interessant.



Am 9. Abril wurden 4  Priesteramtskandidaten zu Diakonen geweiht. Nach 6 Jahren Pause ist das ein Zuwachs unseres Klerus um 20%. Ein relativ junger Priester schied allerdings Anfang des Jahres aus dem Dienst aus.

Am 13. Mai haben die Seelsorgeschwestern von Caraveli (MJVV) eine weitere Pfarrei (Incuyo) uebertragen bekommen. Nun sind schon 4 Pfarreien der Praelatur Schwestern anvertraut worden. Pfarrer kann ich sie nicht ernennen, nach gueltigem Kirchenrecht, aber sie haben alle Rechte und Pflichten eines Pfarrers uebertragen bekommen, ausser Beichte und Messfeier. Die Schwestern halten ihre Wortgottesdienste, hin und wieder wird auf Bitten der Glaeubigen dann mal ein Nachbar-Pfarrer eingeflogen.

Eine grosse Freude ist es mir, dass seit diesem Jahr in insgesamt 7 Pfarreien die Familienkatechese wieder angefangen hat. Vor 2 Jahren waren es nur 3 Pfarreien. In der Familienkatechese bereiten die Eltern ihre Kinder auf die Erstkommunion vor, in einem 2 jaehrigen Glaubenskurs. Das Material erhalten sie digital zugeschickt und je nach Moeglichkeit wird es den Eltern ueber Zoom oder einfach nur Telefonanruf erklaert. Leider ist in den eher laendlichen Bereichen das Internet nicht ausreichend. Ich bin inzwischen auf Nationalebene fuer die Familienkatechese zustaendig, habe aber ein gutes Team dafuer in Lima.

Irgendwie gefaellt mir die digitale Welt. Ich mache kaum noch Reisen und bin richtig haeuslich geworden. Jetzt habe ich sogar reinen Hund und eine Katze im Haushalt. Mein Hund hat einen Namen auf Quechua bekommen, in der Sprache der Inkas heisst das soviel wie “Schoener” oder “Bello”.

Ihnen/Euch allen herzlichen Dank fuer Eure Anteilnahme. Bleibt gesund und lebt im Vertrauen auf Gott in dieser komplizierten Zeit. Am heutigen 34. Jahrestag meiner Priesterweihe, euch/Ihnen allen ein herzlicher Segensgruss

Ihr/Euer Bruder Bischof                                               Reinhold Nann, Caravelí/Perú.

 

r.nann@web.de www.reinholdnann.blogspot.com

Fuer Steuerbescheinigungen Spende an Adveniat mit Vermerk: Praelatur Caraveli/Peru:

IBAN DE03 3606 0295 0000 0173 45

1 comentario:

Kristina Helelna dijo...

Hallo

Entschuldigen Sie diese Form der Kontaktaufnahme mit Ihnen, aber die Zeit lässt mir nicht die Möglichkeit. Ich weiß, dass diese Nachricht eine Überraschung sein wird, da ich es nicht weiß, aber die Gnade Gottes hat mich zu Ihnen geleitet und ich möchte, dass Sie meine Nachricht sorgfältig lesen.
Kurz gesagt, mein Name ist Barbara Samperi Italienisch und ich lebe in Frankreich. Ich leide an einer schweren Krankheit, die mich zum Tode verurteilt ist Kehlkopfkrebs, ich habe einen Betrag von 85.000 Euro, von dem ich einer vertrauenswürdigen und ehrlichen Person eine Spende zukommen lassen möchte, damit sie gut verwendet wird.
Ich bin Inhaber eines Gebrauchtwagenverkaufs und habe meinen Mann verloren, er ist vor 3 Jahren gegangen, ich war sehr betroffen und konnte bis heute nicht wieder heiraten, ich hatte keine Kinder.
Diesen Betrag möchte ich gerne noch vor meinem Tod aus Ihrer Spende machen, da meine Tage wegen dieser Krankheit, gegen die ich kein Heilmittel hatte, gezählt sind. Ich wünsche Ihnen im Folgenden nicht herauszufinden, ob Sie von diesem Geschenk profitieren möchten.
Bitte antworten Sie mir direkt in meiner privaten E-Mail:

kristina58helena@gmail.com